Ein Jahr im Amt: Einblick in die Präsidentschaft beim SAH Zürich

Interview mit Vera Ziswiler

 

Du bist seit bald einem Jahr Präsidentin des SAH Zürich. Was war dein erster Eindruck – und hat sich dieser im Laufe des Jahres verändert?

Zum einen wurde ich im Vorstand und auf der Geschäftsstelle sehr offen und herzlich empfangen – und wir sind seit letztem Sommer weiter «zusammengewachsen». Bei den Mitarbeitenden habe ich viel Herzblut für ihre Aufgaben gespürt. Dieser Eindruck hat sich bei allen Angebotsbesuchen und Mitarbeiter*innen-Anlässen bestätigt und noch verstärkt: Da sind Überzeugungstäter*innen im Einsatz!

Was begeistert dich besonders am SAH Zürich?

Die Leidenschaft für die Integration von Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen, die grosse Expertise der Mitarbeitenden, der Teamgeist auch über die Angebote und Standorte hinweg. In der Geschäftsleitung bewundere ich die vertrauensvolle Zusammenarbeit untereinander, den Enthusiasmus und die gelassene Professionalität, auch in schwierigen Momenten.

Mit welchen Herausforderungen seid ihr aktuell konfrontiert – und wie geht ihr damit um?

Wie alle Arbeitsintegrationsmassnahmen hatte auch das SAH Zürich in den letzten Jahren einige finanzielle Hürden zu meistern. Hier sind wir erfolgreich auf Stabilisierungskurs! Zudem gibt es eine grosse personelle Veränderung: Claudia Klingler wird pensioniert und hinterlässt sehr grosse Fussstapfen. So waren wir in den ersten Monaten 2025 mit der Rekrutierung für die Nachfolge beschäftigt und konnten zum Glück einen tollen neuen Co-Geschäftsführer gewinnen. Zudem gilt es 2025 eine sehr wichtige Ausschreibung zu gewinnen. Das alles gelingt nur mit vereinten Kräften und viel Engagement aller Beteiligten.

In welche Richtung soll sich das SAH Zürich entwickeln? Wo siehst du du konkrete Chancen für die Zukunft des Vereins?

Innovation in den Angeboten, aber auch in den Prozessen und der Infrastruktur st eines unserer grossen Themen. Zudem sind wir immer auf der Suche nach fruchtbaren Kooperationen zwischen den Angeboten und mit externen Partnerorganisationen. Hier sehe ich Potenzial.

Du leitest FuturX in Luzern – ein Angebot zur Begleitung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die Arbeitswelt. Welche Erfahrungen aus Luzern helfen dir besonders in deiner Rolle als Präsidentin?

Neben meinem konkreten inhaltlichen Know-how über mögliche Bildungswege sowie Hürden und Stolpersteine bei den Klient*innen hilft mir sicher auch meine Erfahrung als Co-Geschäftsführerin einer Anbieterorganisation im Auftrag der öffentlichen Hand: Ich kenne Ausschreibungen und Verhandlungen mit Kanton und Gemeinden und Themen wie Qualitätsmanagement, Fundraising und Budgetprozesse (insbesondere mit dem Kanton) sind mir vertraut.

Und zum Schluss: Was machst du am liebsten, wenn du nicht gerade arbeitest?

Ich tanze und singe gerne, bin begeisterte Hobby-Köchin und -Bäckerin und gehe ins Kino, Theater und an Konzerte. Ich brauche Bewegung, am liebsten draussen, gerne wandere ich bergauf, am liebsten auch in anderen Ländern. Und schliesslich: Käfele, Apéro, Leute treffen.

 

Vielen Dank fürs Beantworten der Fragen! 😊

© Pawel Streit

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