20 Jahre spezialisierte FOKUS-Kurse im Bereich Reinigung
Seit zwei Jahrzehnten ermöglicht der FOKUS-Fachkurs Reinigung Menschen ohne berufliche Grundbildung einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Das Angebot verbindet fachliche Qualifizierung mit praktischer Umsetzung – und zeigt eindrücklich, wie wirkungsvolle Integration gelingt.
2005: Gründung unter der Trägerschaft von TAST Bern
Der Fachkurs «Reinigung und Hausdienst» wurde 2005 unter der Trägerschaft des Vereins TAST Bern ins Leben gerufen und hat sich seitdem stetig weiterentwickelt. Bereits früh wurden wichtige Kooperationen aufgebaut, unter anderem mit der Klubschule Migros, die das Basiswissen in den Bereichen Reinigung und Haustechnik vermittelte. Die damalige Zielgruppe waren asylsuchende Personen. Der Kurs bot ihnen eine feste Tagesstruktur und hilfreiche Qualifikationen für eine mögliche Rückkehr ins Heimatland.
2009: strategische Neuausrichtung
2009 erfolgte eine Neuausrichtung unter dem neuen Namen «FOKUS». Der Schwerpunkt lag nun auf der beruflichen Integration von anerkannten Flüchtlingen (Ausweis B/F und VA).
Durch die neue Kooperation mit der Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule (BFF) Bern konnte das fachliche Profil der beruflichen Qualifizierung weiter geschärft werden. Gleichzeitig übernahm FOKUS erstmals auch die Vermittlung der Teilnehmenden in Arbeitsstellen, was ein wichtiger Bestandteil für einen erfolgreichen Übergang in den ersten Arbeitsmarkt ist.
Ab 2010: Professionalisierung
Seit 2010 bietet das SAH Bern die FOKUS Fachkurse Reinigung an und hat diese seither kontinuierlich professionalisiert:
- klare Fokussierung auf die Reinigungsbranche
- strukturierte Ausbildungswege
- enge Begleitung der Teilnehmenden
- starke Partnerschaften
Seit 2022 gehört dazu auch die Zusammenarbeit mit der Wetrok Academy, die den praxisorientierten Unterricht durchführt und ein anerkanntes Zertifikat vergibt.
2021–2022: Herausforderungen und neue Perspektiven
Im Rahmen der Neuausrichtung des Asylbereichs im Kanton Bern endete im Jahr 2021 der bestehende Leistungsvertrag mit dem Kanton. Dies stellte das Programm vor erhebliche Herausforderungen.
Ein wichtiger Schritt war der neue Vertrag mit der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern im Jahr 2022. Dieser legt den Fokus auf Sozialhilfebeziehende und eröffnet damit neue Chancen für eine nachhaltige Integration.











